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Der Vergleich, die dazugehörigen Informationen und die Leistungen der nachfolgend aufgeführten Anbieter mit einer deutschen Lizenz nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) erfolgen unter Beachtung der Grundsätze der Maßhaltung, der Nichtirreführung und der Transparenz. Für alle hier aufgeführten Angebote gelten die jeweiligen Bedingungen des einzelnen Anbieters. In den meisten Fällen richten sich Angebote, Aktionen und Boni ausschließlich an Neukunden. Alle Bonusangebote nennen den höchstmöglichen Betrag; der tatsächliche Bonusbetrag richtet sich nach der Höhe der Einzahlung. Die vollständigen Bedingungen entnehmen Sie der Website des jeweiligen Anbieters. Der Zugang zu den Websites der Anbieter ist erst ab 18 Jahren gestattet. Glücksspiel kann süchtig machen. Informationen und Hilfe unter www.buwei.de.

Verifizierung vor der Auszahlung: Dokumente und Dauer

Anbieter von virtuellen Automatenspielen sind gesetzlich verpflichtet, die Identität ihrer Kunden zu überprüfen. Diese Prüfung, auch Verifizierung genannt, ist keine optionale Maßnahme, sondern eine bindende Vorgabe aus dem Geldwäschegesetz (GwG). Sie dient der Prävention von Finanzkriminalität und dem Schutz der Spieler.

Die Verifizierung muss vor einer Auszahlung abgeschlossen sein.

Kurz gefasst

  • Gesetzliche Pflicht: Die Identitätsprüfung ist im Geldwäschegesetz (GwG) verankert.
  • Zeitpunkt: Die Prüfung muss spätestens bei der Begründung der Geschäftsbeziehung erfolgen, also vor der ersten Transaktion.
  • Verfahren: Das Gesetz listet fünf zugelassene Verfahren zur Überprüfung der Identität.
  • Zahlungsfrist: Nach Freigabe der Auszahlung durch den Anbieter gilt eine gesetzliche Ausführungsfrist von einem Geschäftstag für Überweisungen.
  • Prüfdauer: Die Dauer der internen Prüfung durch den Anbieter selbst ist nicht gesetzlich geregelt.

Warum vor der Auszahlung die Identität geprüft wird

Die Pflicht zur Überprüfung der Kundenidentität trifft jeden in Deutschland lizenzierten Anbieter von virtuellen Automatenspielen. Grundlage ist das Geldwäschegesetz, das diese Unternehmen als „Verpflichtete“ einstuft. Ziel der Vorschrift ist es, zu verhindern, dass die Plattformen für illegale Aktivitäten wie Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung missbraucht werden. Die Feststellung der wahren Identität eines Spielers ist dabei ein zentraler Baustein.

Diese Prüfung stellt sicher, dass die Person, die ein Konto eröffnet hat, auch diejenige ist, die das Geld empfängt. Zugleich wird das Alter verifiziert und die Einhaltung der anbieterübergreifenden Einzahlungslimits über das zentrale System LUGAS ermöglicht. Die Pflicht trifft den Anbieter, nicht Sie als Kunde. Er muss die Durchführung der Verifizierung gegenüber den Aufsichtsbehörden nachweisen können.

Wann die Verifizierung erfolgen muss

Das Gesetz regelt den Zeitpunkt der Identifizierung eindeutig. Die Überprüfung der Identität hat grundsätzlich vor der Begründung einer Geschäftsbeziehung oder vor der Durchführung einer Transaktion zu erfolgen. Die Anbieter sind also angehalten, die Verifizierung so früh wie möglich durchzuführen, idealerweise direkt nach der Registrierung.

Eine Ausnahme lässt das Gesetz zu: Die Identifizierung darf auch unverzüglich während der Begründung der Geschäftsbeziehung abgeschlossen werden, falls dies erforderlich ist, um den normalen Geschäftsbetrieb nicht zu unterbrechen, und nur ein geringes Risiko für Geldwäsche besteht. Spätestens vor der ersten Auszahlung muss der Prozess jedoch vollständig abgeschlossen sein. Eine Auszahlung ohne vorherige, erfolgreiche Verifizierung ist bei lizenzierten Anbietern ausgeschlossen.

Quelle: § 11 Geldwäschegesetz, Zeitpunkt der Identifizierung, abgerufen am 12.08.2026

Welche Verfahren das Gesetz zulässt

Die Methoden zur Überprüfung der Identität sind nicht dem Anbieter überlassen. Das Gesetz nennt eine abschließende Liste von fünf Wegen, auf denen die Identitätsüberprüfung stattfinden kann. Welches dieser Verfahren ein Anbieter im Detail einsetzt, kann sich unterscheiden. Oft werden mehrere Optionen kombiniert oder zur Auswahl gestellt.

Verfahren Was das Gesetz nennt
Ausweisdokument Prüfung eines gültigen amtlichen Ausweises mit Lichtbild (z. B. Personalausweis, Reisepass).
Elektronischer Identitätsnachweis Nutzung der eID-Funktion des Personalausweises, der eID-Karte oder des elektronischen Aufenthaltstitels.
Qualifizierte elektronische Signatur Einsatz einer validierten qualifizierten elektronischen Signatur (QES) gemäß eIDAS-Verordnung.
Notifizierte eID-Systeme Verwendung eines nach der eIDAS-Verordnung gemeldeten (notifizierten) elektronischen Identifizierungssystems.
Dokumente nach Zahlungskonto-IdentPrüfV Identifizierung über Dokumente nach der Zahlungskonto-Identitätsprüfungsverordnung.

Quelle: § 12 Geldwäschegesetz, Verfahren zur Identitätsüberprüfung, abgerufen am 12.08.2026

Was die Verifizierung an der Dauer ändert

Es ist wichtig, zwei Zeiträume zu unterscheiden: die interne Prüfdauer beim Anbieter und die gesetzliche Ausführungsfrist für die Zahlung. Wie lange der Anbieter für die manuelle oder automatisierte Prüfung der eingereichten Dokumente benötigt, regelt keine Vorschrift. Diese Bearbeitungszeit kann je nach Anbieter und Auslastung variieren. Für diese Angabe liegt keine belastbare Quelle vor.

Sobald der Anbieter die Auszahlung intern freigegeben hat, greifen jedoch klare gesetzliche Fristen. Für eine Standardüberweisung in Euro innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) gilt eine Ausführungsfrist von einem Geschäftstag. Bei Echtzeitüberweisungen muss der Betrag sogar innerhalb von zehn Sekunden auf dem Empfängerkonto verfügbar sein. Zu beachten ist, dass Samstage, Sonntage und gesetzliche Feiertage nicht als Geschäftstage gelten. Weitere Details zu den Fristen finden Sie auf unserer Seite zur Auszahlungsdauer. Sollten Sie den Eindruck haben, dass ein Anbieter Zahlungen unbegründet verzögert, finden Sie erste Anlaufstellen auf unserer Hilfe-Seite.

Quelle: § 675s BGB, Ausführungsfrist für Zahlungsvorgänge, abgerufen am 12.08.2026

Was von Auszahlung ohne Verifizierung zu halten ist

Die Suche nach einer „Auszahlung ohne Verifizierung“ ist verständlich, führt im regulierten deutschen Markt jedoch nicht zum Ziel. Die Identitätsprüfung ist eine unumgängliche rechtliche Pflicht für alle Anbieter, die über eine deutsche Erlaubnis verfügen. Ein Anbieter, der auf diese Prüfung verzichtet, agiert außerhalb der deutschen Gesetzgebung.

Versprechen dieser Art stammen daher in der Regel von Betreibern ohne deutsche Lizenz. Diese unterliegen nicht der Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL). Ob ein Anbieter in Deutschland zugelassen ist, können Sie jederzeit in der offiziellen Whitelist der GGL überprüfen.

Stand der hier genannten rechtlichen Grundlagen: 12.08.2026.